Stellungnahme des Vorstandes des Rallyesport Westsachsen e.V. im ADAC zur sofortigen Beendigung jeglicher Aktivitäten im ADAC Sachsen Slalom Cup.
Aufgrund teils diffamierender Berichterstattung und inkorrekter Kommunikation, erachtet es der Vorstand des Rallyesport Westsachsen e.V. im ADAC als erforderlich, die Hintergründe für die sofortige Beendigung jeglicher Aktivitäten im ADAC Sachsen Slalom Cup offen und objektiv darzulegen.
Zur Nachvollziehbarkeit unserer Entscheidung, bedarf es einleitend die Historie des ADAC Sachsen Slalom Cups zu erläutern.
• 2016: Rallye Nachwuchssichtung in enger Zusammenarbeit zwischen ADAC Sachsen und RSW
• 2017: Gründung Rallye Slalom Cup durch ADAC Sachsen und RSW
• 2017: Veranstaltung 3 Läufe zum Rallye Slalom Cup durch RSW
• 2018: Veranstaltung 4 Läufe zum Rallye Slalom Cup durch RSW
• 2019: Veranstaltung 4 Läufe zum Rallye Slalom Cup (3x RSW, 1x AMC Annaberg)
• 2020/2021: keine Veranstaltungen aufgrund Corona Pandemie
• 2022: Umbenennung von Rallye Slalom Cup in ADAC Sachsen Slalom Cup
Ab 2022 wurde der ADAC Sachsen Slalom Cup weiter ausgebaut, wobei wir keine Kenntnis davon hatten, dass dies unter Federführung des AMC Annaberg erfolgen soll. Weder die geplante Expansion des Cups, noch die neu etablierte Cupkoordinatorin wurden seitens AMC Annaberg mit uns, als Gründungsverein und bis dahin Veranstalter von insgesamt 10 Läufen zum Rallye Slalom Cup, abgestimmt bzw. kommuniziert.
Generell ist die sportliche Entwicklung des ADAC Sachsen Slalom Cups als sehr positiv zu bewerten, was sich in den stetig steigenden Teilnehmerzahlen widerspiegelt. Ebenso die Konstituierung des ADAC Sachsen Slalom Youngster Cups stellt einen großen Fortschritt dar, der jungen Motorsportlern und Talenten den Einstieg in den Slalom-Sport ermöglicht. Auch hier ist sehr erfreulich, was sich aus dem bereits 2016 erarbeiteten Konzepten des ADAC Sachsen und RSW entwickelt hat.
Des Weiteren wurden 2017/2018 zwischen den Verantwortlichen des ADAC Sachsen, SLM und RSW Voraussetzungen, Regularien, Dokumente, Ausschreibungen, usw. für die Organisation und Durchführung der Slalom Cup Läufe abgestimmt, was über mehrere Jahre pragmatisch und reibungslos funktioniert hat. Dass eine konstante Weiterentwicklung das ADAC Sachsen Slalom Cups eine angemessene Anpassung dieser Formalitäten erfordert, ist selbstverständlich und steht außer Frage.
Jedoch wäre auch hier wünschenswert gewesen, dass dies nicht nach eigenem Ermessen der Koordinatorin erfolgt, sondern die veranstaltenden Vereine mit eingebunden werden. Durch offene Kommunikation bzw. gemeinsame Diskussion hätte man, aller Voraussicht nach auch klären können, ob diese permanent neuen Restriktionen, Auflagen sowie der ständig steigende formelle Aufwand noch in einem gesunden Verhältnis zu dem Anspruch „Einsteiger-Motorsport“ stehen. Darüber hinaus ist es auch nicht im Sinne der fairen bzw. kollegialen Zusammenarbeit, wenn man uns unabgestimmt und kurzfristig mit eigenmächtig getroffenen Änderungen/Anforderungen öffentlich in WhatsApp-Gruppen/Communitys konfrontiert und wir bei Rückfragen oder abweichender Meinung vorgeführt und bloßgestellt werden.
Nicht nur die genannten organisatorischen Themen bei der Vorbereitung, sondern auch die personelle Situation hat oft für Unmut gesorgt. Seit der übermäßigen Erweiterung des Cups und den damit verbundenen Aufwendungen waren wir als kleiner Verein zunehmend auf externe personelle Mithilfe angewiesen, was wir von Beginn an vermittelt haben. Trotz diesem Kenntnisstand wurde von uns erwartet, dass wir vor unseren Veranstaltungen nochmals demütig um Unterstützung bitten.
Auch im Rahmen der Durchführung unserer Slalom Cup Läufe kam es zu Situationen, die für uns als Vorstand nicht akzeptabel sind. So wurden Mitglieder des RSW, die den reibungslosen Ablauf mit gewährleistet haben, willkürlich und unverhältnismäßig zurechtgewiesen. Resultierend daraus, haben sich langjährige Mitglieder und ehemalige Rallyefahrer aus dem Veranstalterteam zurückgezogen und stehen nicht mehr zur Verfügung.
Zudem gab es bei mehreren Veranstaltungen des RSW unangemessen harte sportrechtliche Entscheidungen gegenüber Teilnehmern, die voraussichtlich den anderen Startern überlegen gewesen wären. Aus unserer Sicht wäre hier im Amateursport etwas mehr Augenmaß bzw. gemeinsame Abstimmung angemessen gewesen, um eine entsprechende Fairness gegenüber allen Teilnehmern zu garantieren.
Auch bei übergeordneten Angelegenheiten, wie zum Beispiel der offiziellen ADAC Sachsen Slalom Cup Präsentation im Rahmen des DTM Rennens auf dem Sachsenring oder der Beschaffung von ADAC Sachsen Slalom Cup Bekleidung sollte es aus unserer Sicht selbstverständlich sein, dass alle veranstaltenden Vereine informiert und mit einbezogen werden.
Ungeachtet der vorbenannten Diskrepanzen und den daraus resultierenden Verwerfungen mit der Cupkoordinatorin, möchten wir ausdrücklich die stets vertrauens-/respektvolle und ausnahmslos sehr positive Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des ADAC Sachsen, den Mitarbeitern im ADAC Sachsen Lager sowie dem Team der Kiesgrube Heidelberger Materials AG hervorheben. Ohne dieses Teamwork wäre 2017 eine Initiierung des Rallye Slalom Cups nicht möglich gewesen. Von daher möchten sich der Vorstand sowie alle Mitglieder des Rallyesport Westsachsen e.V. noch einmal für das jahrelange Vertrauen und die vorbehaltlose Unterstützung bedanken.
Wir freuen uns auf weiterhin freundlichen Kontakt mit den gerade erwähnten Personen und bieten natürlich, als Ortsclub im ADAC Sachsen, unsere Unterstützung bei jeglichen Veranstaltungen/Aktivitäten außerhalb des Slalom Cups an.
Für ein persönliches Gespräch zu den besagten Sachverhalten stehen wir jederzeit gern zur Verfügung.
Mit motorsportlichen Grüßen,
der Vorstand des Rallyesport Westsachsen e.V. im ADAC Sachsen
René Drechsel
Vorstandsvorsitzender RSW
Sebastian Müller
stellv. Vorstandsvorsitzender RSW
Lars Lorenz
Schriftführer RSW